„People 4 Soil“ ist ein freies und offenes Netzwerk von europäischen NGOs, Forschungsinstituten, Bauernverbänden und Umweltschutzgruppen.

Wir sind besorgt wegen der zunehmenden Verschlechterung des Bodenzustandes – sowohl in der EU als auch auf globaler Ebene: Erosion, Versiegelung, Verlust an organischer Substanzen, Verdichtung, Versalzung, Überschwemmungen und Verunreinigung durch Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln setzen den Böden massiv zu. Dies geht auf Kosten der menschlichen Gesundheit, der Ernährungssicherheit, der natürlichen Ökosysteme, der Artenvielfalt, des Klimas sowie auch der Wirtschaft.

Wir wollen die europäischen Institutionen zum Handeln bewegen, damit spezifische Gesetze für den Bodenschutz eingeführt werden. Bodenschutz macht an keiner Staatsgrenze halt und sollte deshalb für alle EU-Mitgliedsstaaten einheitlich geregelt werden. Wir fordern, dass Europa den Boden zum Gemeingut für unser Leben erklärt und somit die nachhaltige Bewirtschaftung als eine primäre Verpflichtung ansieht.

Derzeit besteht in der EU kein gesetzliches Regelwerk für eine verbindliche und einheitliche Bodenschutzstrategie. Der Gesetzesvorschlag einer Bodenrahmenrichtlinie ist im Jahr 2014 zurückgezogen worden, aufgrund einer sogenannten Sperrminorität verschiedener EU-Mitgliedsstaaten – darunter auch Deutschland. Bestehende EU-Regelungen in anderen Bereichen des Bodenschutzes reichen nicht aus, um ein angemessenes Schutzniveau für alle Böden in Europa zu gewährleisten.

Über das direktdemokratische Verfahren der Europäische Bürgerinitiative (EBI) haben alle Bürgerinnen und Bürger der EU das Recht, sich aktiv am Gesetzgebungsverfahren zu beteiligen. Indem Sie die „People 4 Soil“ Kampagne unterstützen, setzen Sie sich für die Einführung spezifischer Rechtsvorschriften zum Schutz der Böden in Europa ein. Bei einem erfolgreichen Kampagnenverlauf muss sich die EU-Kommission mit dem Thema der Kampagne beschäftigen, es besteht jedoch keine Handlungspflicht.

Mit Beginn der Kampagne haben die Organisatoren der Petition 12 Monate Zeit, um die erforderliche Anzahl von Unterstützungsbekundungen zu sammeln. Es werden insgesamt mindestens eine Million Unterschriften benötigt, mit einem länderspezifischen Quorum in mindestens sieben Mitgliedstaaten. Die Kampagne endet am 12. September 2017.